Die Leiden des Maxim Biller – eine Polemik

(von Simon Sahner)

Woher kennt man Maxim Biller?

Dem literarisch uninteressierten Deutschen dürfte der Name relativ wenig bis gar nichts sagen. Vielleicht hat man im Vorbeilesen, beim Blättern durch die Tageszeitung den Namen einmal im Feuilleton gesehen, weil besagter Maxim Biller in der vor einigen Jahren gestarteten Neuauflage des legendären literarischen Quartetts anfangs in der Kritiker*innenrunde saß und für ein bisschen Aufsehen sorgte. Aber wer hat sein 2016 erschienenes „Riesenbuch“ (FAZ, 31.03.2016) Biografie gelesen? Wer hat sich über das Verbot seines Romans Esra (2003) aufgeregt? Außerhalb literarisch-interessierter Kreise wohl kaum jemand und wenn man den Rezensenten von Biografie Glauben schenkt, dann lohnt sich die Lektüre kaum.

Insofern ist es nicht verwunderlich und vielleicht auf den ersten Blick sogar berechtigt, dass sich Biller in seiner Heidelberger Poetikvorlesung, deren erste Runde letzte Woche (18. Juni 2018) in der ehrwürdigen Aula der Heidelberger Universität stattfand, darüber echauffierte, dass er als jüdischer Autor nicht wahrgenommen werden würde.

Im Grunde genommen ging es ihm am ersten Abend dieser Vorlesungsreihe nur um zwei Dinge: Maxim Biller hätte gerne eine Art jüdische Gruppe 47 ins Leben gerufen und Maxim Biller wird im Literaturbetrieb ins Abseits gedrängt – die Frage, inwieweit jemand im Abseits steht, der an einer der renommiertesten Universitäten Deutschlands drei Vorlesungen halten darf und im Literarischen Quartett saß, beantwortet Biller dann leider nicht.

Liest man das Manuskript seiner Rede – welches die WELT veröffentlicht hat – möchte man Biller zunächst vielleicht sogar zustimmen. Seine Äußerungen über die Situation jüdischer Schriftsteller*innen in der Bundesrepublik Deutschland erscheinen auf den ersten Blick nachvollziehbar. Biller beschreibt, wie er zu Beginn der 90er Jahre mit anderen Autor*innen jüdischer Herkunft zu einer Konferenz unter dem Titel Can Germany be a place for Jewish Writers today? in New York eingeladen wurde. Während der Tage dort entstand die Idee zu einer Gruppe jüdischer Künstler*innen, die aber leider nie zustande kommen sollte. Als er dabei auch Robert (Schindel, Biller nennt nur den Vornamen) erwähnt, der den Roman Gebürtig (1994) veröffentlicht habe, der doch mindestens genauso wichtig für die deutsche Nachkriegsliteratur sei, wie beispielsweise Jörg Fausers Rohstoff (1984), aber nicht so beachtet, muss ich stutzen. Jörg Fausers schriftstellerisches Werk spielt eine zentrale Rolle in meinem Dissertationsprojekt, jedes Mal, wenn ich – wohlgemerkt in Germanist*innen- und Literaturwisschenschaftler*innenkreisen – den Namen erwähne, sehe ich jedoch große Fragezeichen in den Gesichtern meiner Gesprächspartner*innen. Der 1984 erschienene Roman ist – wenn auch Fausers bekanntester und von vielen Schriftstellerkolleg*innen hochgelobt – auch in informierten Kreisen nur dürftig bekannt. Robert Schindels Gebürtig ist mit Sicherheit auch kein Kassenschlager mehr, aber er wurde bei Suhrkamp verlegt, 2002 verfilmt und gilt als großer Erfolg. Somit stellt sich die Frage, inwiefern Schindels Roman weniger wichtig für die deutsche Literatur gewesen sein könnte als Fausers autobiographischer Roman.

Vielleicht sollte man sich nicht an solchen Einzelheiten in einer umfangreichen Vorlesung aufhängen, jedoch zeigt sich an diesem Beispiel, eine Strategie, die Biller im gesamten Text verfolgt: das verschweigen, was seiner These schadet und das betonen, was ihr nützt. Dadurch, dass er Fausers Roman in eine Reihe mit Wolfgang Koeppens Tauben im Gras stellt, erscheint auch dieser auf einmal als breit rezipiertes Werk. Sein Vorwurf der Nichtbeachtung von Schindels Roman richtet sich vor allem gegen das „große germanistische Über-Ich“, das seine Anerkennung und Aufmerksamkeit nicht gerecht vergebe – auf die große Monografie des germanistischen Über-Ichs zum Werk Fausers warten wir jedoch auch schon über 30 Jahre.

Trotzdem versteht man instinktiv, was er meint. Biller – durchaus geschickt – nimmt sich als nächstes die Gruppe 47 vor und steigt mit einem Zitat aus einer Rede Heinrich Bölls aus dem Jahr 1964 ein, in der dieser äußerst fragwürdig sich selbst und seine Kollegen der Gruppe 47 in eine Opferrolle stellte, gar in die Nähe der im Nationalsozialismus verfolgten Juden. Die Vormachtstellung der Gruppe 47-Autoren in der Literaturlandschaft der Nachkriegszeit und die Wehrmachts- und SS-Vergangenheit einiger ihrer Mitglieder, allen voran Günter Grass, Hans Werner Richter und unter anderen auch Heinrich Böll, kritisiert Biller völlig zurecht und auch die ausschließenden Mechanismen des Literaturbetriebs, die nicht zuletzt durch die Positionierung der Gruppe 47 entstanden, sind Fakt. Der Hintergrund dieses langen Ausflugs in die Geschichte der Gruppe 47 und der deutschen Nachkriegsliteratur hat zwei Gründe. Erstens vermisst Biller dies: eine Gruppe gleichgesinnter Schriftsteller*innen, mit denen er sich über selbst Erlebtes austauschen konnte, und zweitens die Tatsache, dass die deutsche Literatur bis heute den richtigen Umgang mit dem Nationalsozialismus und den Verbrechen ihrer Großeltern und Eltern nicht gelernt habe.

Bis dahin geht man durchaus noch mit – der larmoyante und überhebliche Unterton ist zwar von Beginn an etwas nervig, aber falsch liegt Biller nicht. Doch wie ein alternder Schlagersänger, der bei jedem Konzert noch seinen größten Hit spielen muss, weil alle Alben danach unbeachtet blieben, muss auch Biller noch seinen größten Erfolg herausholen – zumindest, wenn es um die Währung Aufmerksamkeit geht.

Seit Maxim Biller 1991 einem größeren literarischen Publikum bekannt wurde, taucht er regelmäßig mit dem gleichen Vorwurf wieder auf. 1991 verfasste er für die WELTWOCHE den Artikel So viel Sinnlichkeit wie der Stadtplan von Kiel, in dem er der damaligen deutschen Gegenwartsliteratur vorwarf blutleer und wirklichkeitsfern zu sein. Deutsche Schreibende hätten nichts erlebt außer „mit sechzehn ein bisschen Haschisch rauchen, mit achtzehn Abitur machen, für ein Jahr nach Paris gehen, dann in Heidelberg oder München Germanistik studieren und später einen „Prosatext“ schreiben, der nur aus Zitaten von Lacan und Baudrillard besteht und dessen schwer auszumachender Held mit sechzehn ein bisschen Haschisch raucht, mit achtzehn Abitur macht und dann für ein Jahr nach Paris geht.“ (Kiel 65) Diesen Vorwurf variierte Biller dann auch weder zwei Jahre später in Klagenfurt als Juror beim Bachmann-Preis, noch um die Jahrtausendwende bei einer von ihm organisierten Konferenz unter dem Slogan Freiheit für die deutsche Literatur!, und selbst in den letzten Jahren beim Literarischen Quartett und nun wieder bei der Poetikvorlesung verfolgt er dieselbe Schlagrichtung. Zwischendurch wurde quasi der gleiche Vorwurf in Variationen auch noch von anderen geäußert, darunter beispielsweise der Hildesheimabsolvent Florian Kessler. Man könnte ohne Übertreibung sagen – um im Bild zu bleiben – es ist der größte Hit der Literaturkritik, der in unzähligen Coverversionen die Charts eroberte. Manches an diesem Vorwurf ist auch gar nicht falsch, aber Maxim Biller scheint immer wieder überrascht zu sein, wenn er auf seine Provokationen Reaktionen erfährt, vor allem aufgrund der Tatsache, dass man sich fragen muss, was er selbst als Schriftsteller gegen den von ihm angeprangerten Missstand tut. Dass so ein Rundumschlag nicht unkommentiert durchgeht, ist erwartbar und auch Biller muss das wissen, vermutlich sogar kalkulieren, denn es bringt Aufmerksamkeit. Als er seinerzeit beim literarischen Quartett saß und verbal auf alles einprügelte, was nicht bei drei in der ehrwürdigen Kulisse verschwunden war, so lange bis Volker Weidermann vor Wut kaum noch an sich halten konnte, weil Biller blind schwadronierte, auch da muss er genau gewusst haben, dass die Rolle des polemischen Impresarios Aufmerksamkeit generiert. Doch auch hier ist für Biller das deutsche Feuilleton Schuld am schlechten Bild, das von ihm gezeichnet wird. Auch für den Skandal, mit dem man ihn außerdem verbindet, das Verbot seines Romans Esra, in dem er auf kaum verschlüsselte Weise über seine Beziehung zu einer Frau schreibt, die dann gemeinsam mit ihrer Mutter, die in dem Roman auch eine unrühmliche Rolle, spielt gegen die Darstellung geklagt hat, macht er die „deutschen Richter“ verantwortlich.

Nun lässt sich über Verbote von Büchern streiten, aber die Naivität, mit der er darüber spricht, nimmt man ihm nicht ab. Schließlich sei er nur seinem Credo gefolgt, über das zu schreiben, was er erlebt hat, was vom Feuilleton nicht anerkannt würde, denn – so Biller – „Realität ist Dreck ist Boulevard ist Fernsehen ist Journalismus“. (Kiel 69 Genau dies sei auch heute das Problem, dass die Autor*innen nichts erlebt hätten. Da stellt sich unweigerlich die Frage, was Maxim Biller denn erlebt hat. Sein Argument aus dem 1991er Kommentar zur deutschen Literatur ist, dass er mit seiner jüdischen Familie aus Prag nach Deutschland gekommen ist und vermutlich hat Biller hier tatsächlich einen Erlebnisvorsprung. Er selbst beschreibt den Umstand der Emigration als „stoffspendendes Glück“. (Kiel 65) Da ließe sich die Frage stellen, warum seine Romane dann doch meist in bürgerliche Realitäten abdriften. Seine 20er und 30er Jahre in München, die Biller in der Heidelberger Vorlesung beschreibt, klingen dann doch wieder wie das gediegene Bohèmeleben, das er seinen deutschen Schriftstellerkolleg*innen vorwirft, in dieser Hinsicht hat er vermutlich auch nicht viel mehr erlebt, er schreibt trotzdem darüber, was an der komplizierten Liebesgeschichte in Esra so viel aufregender sein soll als beispielsweise an Wolfang Herrndorfs In Plüschgewittern wird auch nicht klar.

Da Maxim Biller vermutlich selbst weiß, dass seine eigene Literatur kaum als Gegenbeispiel für die von ihm kritisierte blutleere Gegenwartsliteratur taugt, hebt Biller auf das Argument ab, dass die Nichtbeachtung, die ihm zuteil wird, mit seinem Jüdischsein zusammenhängt. Nicht nur in der Heidelberg Vorlesung, sondern bereits in einem Beitrag für die ZEIT nach Erscheinen seines aktuellen Romans Biografie, macht er Antisemitismus dafür verantwortlich, dass er literarisch nicht anerkannt wird. Eine Kritik von Ijoma Mangold erwähnt er explizit nicht, vielleicht weil der seinen jüdischen Stil und Billers Unverfrorenheit erst lobt und schließlich aber zu dem Schluss kommt, dass Biografie nach 300 Seiten einfach langweilig und ermüdend wird.

Dabei begeht Biller denselben Fehler, den er auch jetzt wieder begeht. Dass Biller Antisemitismus erfahren hat, ist nicht infrage zustellen. Die Kritik an So viel Sinnlichkeit wie der Stadtplan von Kiel, die er in der Vorlesung zitiert, greift beispielsweise antisemitische Begriffe auf und auch in dem genannten Beitrag für DIE ZEIT zitiert er Kritiken, die zumindest mit ambivalenten und belasteten Begriffen hantieren. Auch dass der deutsche Literaturbetrieb nicht frei von Antisemitismus ist, steht außer Frage. In Zeiten, in denen 55% der AfD-Anhänger*innen behaupten Juden hätten zu viel Einfluss und auch in jeder der anderen Parteien im Bundestag mindestens 15% dieser Meinung sind, ist davon auszugehen, dass auch der Literaturbetrieb von Antisemitismus betroffen ist und sich dieser auf Erfolg und Misserfolg von Autor*innen auswirkt. Gerade weil Biller den Antisemitismus im Literaturbetrieb dafür verantwortlich macht, dass er sich ins Abseits gestellt fühlt und in dem ZEIT-Beitrag quasi der gesamten Literaturkritik die Bewertungsgrundlage für  Literatur von jüdischen Autor*innen abspricht, weil alle Kritiker*innen in dritter Generation wissenschaftlich von nationalsozialistischen Germanisten abstammen, ist es eine verwunderliche Lücke, dass er die im deutschsprachigen Literaturbetrieb erfolgreichen jüdischen Autor*innen nicht erwähnt. Trotz des Antisemitismus, der hier nicht in Frage gestellt werden soll, gibt es also jüdische Autor*innen, die Aufmerksamkeit erfahren, positiv besprochen werden und Preise bekommen. Warum werden diese dann von Biller gar nicht erwähnt oder in ihrer Relevanz abgeschwächt, wie beispielsweise Jurek Becker, der immerhin Ende der 80er Jahre die Frankfurter Poetikvorlesung gehalten hat?

Da stellt sich als erstes die Frage, warum Robert und Eva Menasse, er immerhin Gewinner des Deutschen Buchpreises, als jüdische Schreibende nicht genannt werden. Man könnte hier zwar einwenden, dass beide aus Österreich kommen, andererseits ist Robert Menasse in Deutschland hochgelobt und wie erwähnt mit dem wichtigsten deutschen Literaturpreis ausgezeichnet. Mit keinem Wort erwähnt er auch Wladimir Kaminer, ein deutsch-russischer Autor jüdischer Herkunft, dessen Bücher, insbesondere Russendisko, millionenfach verkauft wurden. Robert Schindels Gebürtig erwähnt er – wie gesagt – zwar, erweckt aber den Anschein, es habe niemand gelesen. Und auch die jüngere Generation der Literaturszene hat ihre, wenn auch wenigen, jüdischen Stimmen, die Biller entweder nicht kennt oder bewusst unerwähnt lässt. Jan Himmelfarb, der 2015 für seinen Debütroman Sterndeutung in allen großen Feuilletons gelobt wurde, ist vermutlich ein Beispiel für jene jüdische Stimme, von denen Biller gerne mehr sehen würde: Geboren 1985, also junge deutsche Literatur, aus einer jüdischen Familie und er setzt sich in seinem Debüt mit der Situation von Juden in Deutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auseinander. Wen Biller auch noch erwähnen könnte, wenn er von Frauen in der deutschen Literatur wüsste, ist Lena Gorelik, eine russisch-deutsche Autorin aus einer jüdischen Familie, die 1992 mit ihrer Familie nach Deutschland geflohen ist und sich in ihrem Debütroman Meine weißen Nächte (2004) mit ihrer jüdischen Identität in der deutschen Gegenwart auseinandersetzt. Seitdem sind weitere Romane und Erzählungen erschienen und sie war neben anderen Auszeichnungen 2007 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Ebenfalls nicht erwähnt wird die deutsch-russische Schriftstellerin Kat Kaufmann, auch sie aus einer jüdischen Familie. Ihr Debütroman Superposition (2015) handelt von der jüdischen Jazzmusikerin Izy Lewin in Berlin und auch Kaufmann schreibt, genau wie Himmelfarb, über ihre Erfahrungen als junger Mensch aus einer jüdischen Familie im gegenwärtigen Deutschland. Doch da Biller generell einen äußerst blinden Fleck hat, wenn es um schreibende Frauen geht (es sei noch erwähnt, dass in seiner Poetikvorlesung außer einer jüdischen Kollegin ganz zu Beginn keine Schriftstellerin genannt wird), wundert das auch nur bedingt. Dabei wäre Kat Kaufmann fast noch mehr als Jan Himmelfarb genau die Art jüdischer Stimme in der Literatur, die Biller sich vermutlich wünscht: laut und ungehobelt, jüdisch, nah am Leben und von der deutschen Kulturlandschaft beachtet. Nun sind vier (mit Robert und Eva Menasse gar sechs) Beispiele jüdischer Stimmen in der Gegenwartsliteratur deutscher Sprache nicht übermäßig viele, aber vielleicht genug, um Billers Punkt vorsichtig zu widerlegen. Würden mehr davon dem deutschen Literaturbetrieb gut tun? Mit Sicherheit!

Das ist das Perfide an Billers Strategie: In vielem hat er ja recht. Die Gruppe 47 war ein verklüngelter Haufen von Männern, die selber eine fragwürdige Rolle im Nationalsozialismus gespielt haben. Der Antisemitismus ist auch in der deutschen Kulturlandschaft ein Problem. Jüdische Kultur spielt zu selten eine Rolle in der deutschen Gegenwartsliteratur.

All das ist richtig.

Aber all das täuscht nur bedingt darüber hinweg, dass sich Maxim Biller seit 30 Jahren darüber wundert, dass er angegriffen wird, wenn er die (deutsche) Literatur in polemischen Rundumschlägen angreift, weil deren Verfasser*innen zu wenig erlebt hätten, als ob das ein Ausweis für gute Literatur sei; wenn er diese Leier immer und immer wieder hervorholt, während seine Romane und Erzählungen kaum besser als das sind, was er kritisiert und wenn sein Roman Esra verboten wird und er sich allen Ernstes hinstellt und behauptet, er wisse nicht, wo das Problem läge. Maxim Biller nimmt eine Außenseiterrolle in der deutschsprachigen Literatur ein, aber vorrangig in dem Sinne, dass er sich selbst bewusst ins Abseits stellt und dort so laut herumtobt, dass man ihn doch wieder auf das Spielfeld lässt, bei Poetikvorlesungen, beim literarischen Quartett und bei Kiepenheuer & Witsch, seinem Verlag.

Kat Kaufmann, Jan Himmelfarb, Robert und Eva Menasse, Wladimir Kaminer, Lena Gorelik und am lautesten und noch gar nicht erwähnt Shahak Shapira, der zwar keine Literatur schreibt, aber im weitesten Sinne literarische Kultur produziert, sind Beispiele dafür, dass es jüdische, laute und gleichzeitig beachtete Stimmen in der deutschen Gegenwartskultur gibt. Abschließend sei ein Jude im deutschen Literaturbetrieb erwähnt, der vielleicht der lauteste jedoch mit Sicherheit der am meisten beachteste war: Marcel Reich-Ranicki ist zwar irgendwann zum Literaturonkel im Fernsehen geworden, aber seine Position als polemischer Kritiker und lauter, derber, angriffslustiger Vernichter von Gegenwartsliteratur hätte Biller beim Literarischen Quartett sehr gerne eingenommen, übersehen hat er dabei, dass dazu mehr gehört als polemisch und laut zu sein.

 

https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article178087386/Maxim-Biller-Wer-nichts-glaubt-schreibt.html

https://www.zeit.de/2016/16/biografie-maxim-biller-roman

https://www.zeit.de/2017/15/maxim-biller-biografie-vorwurf-antisemitismus-literaturkritik/seite-3

 

 

 

3 Kommentare zu „Die Leiden des Maxim Biller – eine Polemik

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